über uns

Raumfinder sind aktuell Doris Weinberger, Fee Kyriakopoulos und Birte Endrejat.

Wir verstehen Raumfinder als eine Plattform, die je nach Projekt um weitere Kompetenzen ergänzt werden kann. Gerne arbeiten wir in größeren Gruppen, wenn es sich anbietet aber auch in Zweier-Konstellationen oder Einzeln an Projekten.

Doris Weinberger

Doris Weinberger, bildende Künstlerin. Hat an der Hochschule für Bildende Künste Bremen im Fachbereich Freie Kunst studiert und ihr Studium mit dem Meisterschülerstudium bei Yuji Takeoka abgeschlossen. Seit 2009 arbeitet sie freiberuflich in nationalen und internationalen Projektzusammenhängen, Lehraufträge an der Hochschule für Künste Bremen und eine aktive Ausstellungspraxis im In- und Ausland.

Doris Weinberger (Bremen) – http://www.kuenstlerhausbremen.de/doris-weinberger-2/

Fee Kyriakopoulos

Fee Kyriakopoulos, Architektin. seit 2009 Diplom-Ingenieurin der Architektur mit einschlägigen Erfahrungen bei der Konzeption und Durchfuehrung von partizipativen Raumprojekten im Unterricht an Berliner Schulen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet fuer Städtebau des Instituts fuer Architektur TUB erarbeitet sie seit Anfang 2012 für das Bundesministerium für Umwelt einen Methodenkoffer zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunaler Planung. 2012 Masterstudium an der AdbK Nürnberg bei Arno Brandlhuber und Gruendung von KIM Architektur und Stadtforschung gemeinsam mit Sarah Michels.

Birte Endrejat

Birte Endrejat, bildende Künstlerin. Studium in Bremen, Berlin und in Montréal / Kanada. Lehraufträge an Kunsthochschulen in Deutschland und Österreich. Realisiert nationale und internationale Ausstellungsprojekt, arbeitet als Assistentin im Atelier und im Ausstellungsaufbau für Katharina Hinsberg und Charlotte McGowan-Griffin. Forscht in ihrer künstlerischen Arbeit zur Frage des Zusammenhangs von geplantem, gebautem Raum und den darin stattfindenden Handlungen.
Birte Endrejat  (Berlin und Bremen) – http://www.birteendrejat.com

...über unsere Arbeit als RAUMFINDER

„Die Arbeit als Künstlerin bedeutet für mich ein Querdenken, ein Von-überall-her-Denken-können in Kombination mit dem Setzen von Impulsen: das Initialisieren, das Er-Schaffen eines Prozesses. Die Richtung der Fragen oder Hypothesen – der Ideen – bestimmt dann das aktive Schaffen im und das Umgehen mit dem Prozess. (…) Der Anreiz, in einem Modellprojekt mitzuwirken, das die Partizipation als Kunst am Bau versucht, also das Setzen von Impulsen, Initiieren und Gestalten von Prozessen in einem System, das man sich gemeinsam schafft, liegt klar auf der Hand:
In der partizipativen Arbeitsweise wird aus dem Ich ein Wir. Nicht der Architekt, der Künstler, die Schulleitung, die Schüler, etc. – nein, alle bestimmen und erschaffen Raum, Inhalt und Bedeutung. Eigene Vorstellungen und Ideen werden entwickelt und geäußert und setzen einen gemeinsamen Prozess in Gang. Unterschiedliche Kompetenzen ergänzen sich, strukturieren den Prozess und überführen die gewonnenen Erkenntnisse in ein von allen getragenes Produkt.“ Doris Weinberger, Künstlerin, Bremen

„In meiner künstlerischen Arbeit setzte ich mich mit sozialen Strukturen auseinander, die ich auf den gebauten Raum in dem sie stattfinden zurückführe. Hier interessiert mich, wie das Agieren einzelner Personen (Passanten) durch den konstruierten Ort beeinflusst und ermöglicht wird. Seit einigen Jahren forsche ich an der Frage, wie sich die Gedanken der Personen (Entwicklern), die Räume mit ihren eigenen Regeln und Funktionen ins Leben rufen in den Handlungen der Nutzer dieser Räume widerspiegeln. Meine These ist die, dass Handlungen von Passanten im öffentlichen und halböffentlichen Raum Nachahmungen von voraus gegangenen Vorstellungen der Entwickler sind. Passanten werden in meiner Annahme zu Performern der Ideen der Entwickler.
(…) Zunächst gehe ich davon aus, dass in partizipativen Projekten die Hierarchien aufgebrochen (idealerweise sogar aufgehoben) werden. Wenn sich alle dafür entscheiden, etwas gemeinsam zu erfinden, entwickeln und realisieren, kann sich meine künstlerische Forschungsthese verändern. Dann wären es nicht die Gedanken Einzelner, die Orte für eine große Menge an Passanten schaffen, sondern die Passanten schaffen sich gemeinsam mit Fachleuten ihre Orte selbst. Ihre eigenen Vorstellungen fließen in die Gestaltung ein und lassen genau ihre selbst gewünschten Handlungen zu. Wenn ich das innerhalb meiner Theorie zu Ende denke und in der Idee des „Performen“ bleibe, würden sie in diesem Ablauf ihre eigenen Vorstellungen von Raum und damit ihre eigenen Gedanken aufführen.Birte Endrejat, Künstlerin, Berlin